Was ist eine Cloud

09.03.2017

Was ist eine Cloud?

Unter Cloud Computing (deutsch etwa Rechnen in der Wolke) versteht man das Speichern von Daten in einem entfernten Rechenzentrum, aber auch die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Arbeitsplatzcomputer oder Server installiert sind. Als klassisches Beispiel dient das Webhosting, der Ort, auf dem eine Website oder E-Mail-Postfächer gespeichert wird.

Im allgemeinen Sprachgebrauch reduziert sich der Begriff auf „Cloud“ und meint damit vor allem die Speicherung von Dokumenten, Bildern, Filmen auf einem Online-Server.

Im Zeitalter von Tablets, Smartphones & Co. ist damit der Datenzugriff von allen Geräten zu jederzeit (sofern eine Internetverbindung besteht) gewährleistet.

Welche Cloudarten gibt es?

  • Public Cloud – die öffentliche Rechnerwolke
    Bietet Zugang für die breite Öffentlichkeit über das Internet. Public-Cloud-Diensteanbieter erlauben ihren Kunden, IT-Infrastruktur zu mieten auf einer flexiblen Basis des Bezahlens für den tatsächlichen Nutzungsgrad bzw. Verbrauch (pay-as-you-go), ohne Kapital in Rechner- und Datenzentrumsinfrastruktur investieren zu müssen.
    Beispiele: dropbox, Apple icloud, Microsoft Onecloud, Telekom-Mediencenter, blaucloud

  • Private Cloud – die private Rechnerwolke
    Bietet Zugang innerhalb der eigenen Organisation (Behörde, Firma, Verein).
    Hierzu kann auch der Network Attached Server (NAS) zählen, wenn er eine Verbindung über Internet gestattet. Der Sinn eines NAS-Servers besteht darin, dass man allen Personen im Netzwerk ein Benutzerkonto mit bestimmten, vorher festgelegten Rechten gibt. Diese können dann, innerhalb ihrer Rechte, auf den Server und die dort liegenden Daten zugreifen.

Welche Vorteile bringt eine public Cloud?

  • Dateien stehen zentral zur Verfügung und können von jedem beliebigen internetfähigen Gerät (PC, Tablet-Computer oder Smartphone) erreicht werden
  • kein Kauf und Betreuung von Speichersystemen und Festplatten
  • keine Beschränkung in Bezug auf den Speicherplatz: Wer mehr Platz für seine Daten braucht, erwirbt einfach zusätzlichen Speicherplatz von seinem Anbieter.
  • Kosten sind besser kalkulierbar. Der Anwender zahlt nur für den Speicherplatz und die damit verbundenen Dienste. Kosten für Hardware, deren Betreuung und Betrieb entfallen.
  • Sicherheit der Daten, da die Anbieter Rechenzentren mit einer entsprechend hohen Sicherheit besitzen. Sie garantierten Backups und damit auch eine Wiederherstellung der Daten.

Welche Nachteile hat die Cloud?

  • Clouddienste funktionieren nur auf Geräten mit Internetzugang. Ist der Netzzugang unterbrochen, kann nicht auf die Daten zugegriffen werden. Manche Anbieter bieten eine Offline-Version der Daten an. Dazu wird ein kleines Programm auf dem Computer installiert, das die Daten auf dem Computer speichert und synchronisiert, sobald eine Internetverbindung besteht.

Ist die Cloud sicher?

Technisch sind alle Cloud-Dienste sicher: Die Datenkommunikation zwischen lokalem Rechner und dem Internet-Dienst geschieht verschlüsselt, sodass Unbefugte den Verkehr nicht einfach mitschneiden können. Der Zugriff auf einen Cloud-Dienst geschieht passwortgeschützt. Zudem kann man die auf der Cloud-Festplatte liegenden Dateien mit einem kostenlosen Tool wie etwa TrueCrypt noch einmal zusätzlich verschlüsseln.

Und was ist mit dem Datenschutz?

Abhängig von der Herkunft des Cloud-Anbieters, können die Daten irgendwo in einem Rechenzentrum auf dem Erdball liegen. Dabei gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieterlandes. Da die deutschen Gesetze einen stärkeren Datenschutz vorschreiben als beispielsweise das US-Recht, entscheiden sich viele deutsche Anwender für einen einheimischen Anbieter. Mittlerweile ist das den ausländischen Unternehmen bewusst geworden. So hat der amerikanische Softwarekonzern Microsoft erst kürzlich verkündet, einen Teil seines OneDrives-Speichers ab 2016 bei der deutschen Telekom zu hosten.

Fazit

Clouddienste vereinfachen die Datensicherung und die Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten. Für kleinere Datenmengen bieten viele Anbieter kostenlosen Zugriff an. Wer seine Daten nicht in fremde Hände geben möchte, installiert zu Haus oder im Büro einem Network Attached Server (NAS) für die eigene Ablage-Cloud

Wer lieber sieht und hört als liest, schaut sich diesen Film an.


Beitrag teilen: